Sicherheitsstandard für Kartendaten

PCI DSS: Kartendaten sicher
— und nachweisbar

Wer Kartendaten verarbeitet, speichert oder überträgt, ist an den Standard gebunden — nicht durch ein Gesetz, sondern durch den Vertrag mit Acquirer und Kartenmarken. Seit März 2025 gelten alle erweiterten Anforderungen der Version 4.x vollständig.

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Gilt das für uns?

Der günstigste Weg führt
über einen kleineren Scope

Der Aufwand hängt fast vollständig davon ab, wie viele Ihrer Systeme mit Kartendaten in Berührung kommen. Diese Zahl lässt sich meist deutlich senken.

Betrifft Sie sehr wahrscheinlich

  • Sie akzeptieren Kartenzahlungen im Webshop, im Ladengeschäft oder telefonisch
  • Sie speichern, verarbeiten oder übertragen Karteninhaberdaten in eigenen Systemen
  • Sie erbringen Dienstleistungen, die die Sicherheit der Kartendaten Ihrer Kunden beeinflussen können
  • Ihr Acquirer oder Zahlungsdienstleister hat einen Nachweis angefordert

Betrifft Sie eher nicht

  • Sie akzeptieren ausschließlich Zahlungsarten ohne Kartendaten — etwa Überweisung oder Rechnung
  • Die Kartenzahlung läuft vollständig über einen zertifizierten Dienstleister, ohne dass Daten Ihre Systeme berühren
  • Aber auch dann bleibt eine reduzierte Nachweispflicht bestehen — vollständig entfällt sie praktisch nie

Der wirksamste Hebel kommt vor der ersten Maßnahme: Scope-Reduktion. Je weniger Systeme Kartendaten sehen, desto weniger muss abgesichert und geprüft werden. Häufig lässt sich der Geltungsbereich durch Segmentierung, ausgelagerte Bezahlseiten oder Tokenisierung erheblich verkleinern — mit unmittelbarer Wirkung auf Aufwand und Prüfkosten. Wer sofort mit der Umsetzung beginnt, ohne diese Frage zu klären, sichert oft Systeme ab, die gar nicht dazugehören müssten.

Was gefordert wird

Zwölf Anforderungen,
sechs Ziele

Der Standard ist technischer als die meisten Regelwerke — und dadurch konkreter. Was zu tun ist, steht meist ziemlich genau drin.

1
Netzwerksicherheit

Absicherung der Netzwerkübergänge, Segmentierung der Kartendatenumgebung und dokumentierte Regelwerke. Die Segmentierung entscheidet zugleich über den Prüfumfang.

2
Sichere Konfiguration

Keine Standardpasswörter, gehärtete Systeme, dokumentierte Konfigurationsstandards. Einfach in der Theorie, in gewachsenen Umgebungen aufwendig.

3
Schutz gespeicherter Daten

Kartendaten nur speichern, wenn es unvermeidbar ist — verschlüsselt, mit definierten Löschfristen. Sensible Authentifizierungsdaten dürfen nach der Autorisierung nicht gespeichert werden.

4
Verschlüsselte Übertragung

Starke Kryptografie bei jeder Übertragung über offene Netze, mit aktuellen Verfahren und gepflegtem Schlüsselmanagement.

5
Zugriffskontrolle und MFA

Zugriff nach dem Prinzip der geringsten Rechte, eindeutige Benutzerkennungen und Mehr-Faktor-Authentifizierung für Zugänge zur Kartendatenumgebung.

6
Protokollierung und Tests

Nachvollziehbare Protokolle, regelmäßige Auswertung, Schwachstellenscans und Penetrationstests — plus eine dokumentierte Sicherheitsrichtlinie mit klaren Zuständigkeiten.

Was auf dem Spiel steht

Der Acquirer sanktioniert
schneller als jede Behörde

💳
 
Vertragsstrafen und Auflagen

Bei fehlendem Nachweis können Acquirer Gebühren erheben, Auflagen verhängen oder im Extremfall die Kartenakzeptanz beenden. Das trifft unmittelbar den Umsatz.

🔓
 
Haftung bei einer Datenpanne

Kommt es zu einem Vorfall und war der Standard nicht eingehalten, verschiebt sich die Haftungslage deutlich zu Ihren Ungunsten — zusätzlich zu den datenschutzrechtlichen Folgen.

📋
 
Forensische Untersuchung

Nach einem Vorfall ordnen Kartenmarken eine forensische Prüfung durch einen zugelassenen Untersucher an. Kosten und Aufwand liegen bei Ihnen, der Ablauf nicht in Ihrer Hand.

So gehen wir vor

Erst den Scope klären,
dann absichern

Jede Stunde, die in die Verkleinerung des Geltungsbereichs fließt, spart ein Vielfaches bei Umsetzung und Prüfung.

Woche 1–2
Scope- und Datenflussanalyse

Wo entstehen Kartendaten, wohin fließen sie, welche Systeme berühren sie? Ergebnis sind Netzwerk- und Datenflussdiagramme — die Grundlage jeder Prüfung.

Woche 2–3
Scope-Reduktion prüfen

Lässt sich der Geltungsbereich durch Segmentierung, ausgelagerte Bezahlseiten oder Tokenisierung verkleinern? Der wirtschaftlich wichtigste Schritt im gesamten Projekt.

Woche 3–5
Gap-Analyse

Abgleich gegen alle zwölf Anforderungen im reduzierten Scope, priorisiert nach Risiko und Prüfrelevanz.

Monat 2–4
Umsetzung

Segmentierung, Härtung, Rechtekonzepte, Protokollierung, Verschlüsselung und die zugehörigen Richtlinien — mit Nachweisen statt bloßer Beschreibung.

Monat 4–6
Tests und Nachweis

Schwachstellenscans und Penetrationstests durchführen, Ergebnisse abarbeiten, anschließend Selbstauskunft erstellen oder den Prüfbericht begleiten.

Laufend
Nachweis halten

Der Standard verlangt wiederkehrende Tätigkeiten: Scans, Auswertungen, Prüfungen, jährliche Bestätigung. Ohne feste Zuständigkeit bleibt das liegen.

Das bekommen Sie

Am Ende liegt etwas
auf dem Tisch — nicht nur ein Gefühl

PCI DSS verlangt sehr konkrete Nachweise. Diese Unterlagen liegen am Ende vor.

Scope-AnalyseWelche Systeme, Netze und Prozesse gehören zur Kartendatenumgebung — und welche nicht
Netzwerk- und DatenflussdiagrammePflichtdokumente jeder Prüfung, aktuell und nachvollziehbar
Scope-ReduktionskonzeptWo Segmentierung oder Auslagerung den Geltungsbereich verkleinern kann
Gap-ReportAbgleich gegen alle zwölf Anforderungen mit priorisiertem Maßnahmenplan
SicherheitsrichtlinienDie vom Standard geforderten Regelwerke samt Zuständigkeiten
Nachweise und ProtokolleRechteprüfungen, Schulungen, Konfigurationsstandards, Protokollauswertungen
TestnachweiseSchwachstellenscans und Penetrationstests mit Nachbearbeitung der Befunde
SAQ oder ROC-VorbereitungSelbstauskunft erstellt oder der Prüfbericht durch den Gutachter begleitet
Was wir geleistet haben

Erfahrung, die sich
nachrechnen lässt

XXUnternehmen bei PCI DSS begleitet
XX %durchschnittliche Reduktion des Geltungsbereichs
X Monateim Schnitt bis zum belegbaren Nachweis
  • Geltungsbereiche durch Segmentierung und Auslagerung deutlich verkleinert
  • Datenflussdiagramme erstellt, die erstmals zeigen, wo Kartendaten tatsächlich hinfließen
  • Von Version 3.2.1 auf 4.x umgestellt, inklusive der erweiterten Anforderungen
  • Selbstauskünfte vorbereitet und Prüfberichte mit Gutachtern begleitet
  • PCI DSS mit einem bestehenden ISMS verbunden, statt Nachweise doppelt zu führen

Platzhalter: Die drei Kennzahlen oben sind noch nicht belegt. Vor dem Livegang durch echte Werte ersetzen — oder den Zahlenblock entfernen und nur die Liste stehen lassen. Markierung entfernen: class="todo" im Quelltext löschen.

FAQ

Häufige Fragen zu PCI DSS

Wir nutzen einen Zahlungsdienstleister. Betrifft uns PCI DSS trotzdem?
In reduziertem Umfang meist ja. Vollständig entfällt die Pflicht nur, wenn Kartendaten Ihre Systeme zu keinem Zeitpunkt berühren — auch nicht über eine eingebettete Bezahlmaske auf Ihrer Seite. Selbst dann bleibt in der Regel eine vereinfachte Selbstauskunft zu erbringen. Welche Variante für Sie gilt, hängt an der konkreten technischen Einbindung, nicht an der Vertragsform.
Was ist der Unterschied zwischen SAQ und ROC?
Die Selbstauskunft ist ein Fragebogen, den Sie selbst ausfüllen und bestätigen; es gibt mehrere Varianten je nach Art der Zahlungsabwicklung. Der Prüfbericht wird von einem qualifizierten Sicherheitsgutachter erstellt und ist ab bestimmten Transaktionsvolumen oder auf Verlangen des Acquirers erforderlich. Welcher Weg für Sie gilt, legt Ihr Acquirer fest — das sollte vor Projektbeginn geklärt sein.
Was hat sich mit Version 4.x geändert?
Die Version bringt zusätzliche Anforderungen, insbesondere bei Mehr-Faktor-Authentifizierung, Passwortregeln, Protokollierung, Schutz von Zahlungsseiten vor Skimming und der laufenden Nachweisführung. Seit März 2025 gelten diese zuvor als Empfehlung geführten Punkte vollständig verpflichtend. Wer den letzten Nachweis nach Version 3.2.1 erbracht hat, hat hier in der Regel Nachholbedarf.
Wie reduzieren wir den Geltungsbereich?
Über drei Hebel: Netzwerksegmentierung, sodass nur klar abgegrenzte Systeme Kartendaten sehen; Auslagerung der Bezahlseite an einen zertifizierten Dienstleister; und Tokenisierung, sodass in Ihren Systemen keine echten Kartennummern liegen. In Kombination lässt sich der Prüfumfang häufig erheblich senken — mit direkter Wirkung auf Aufwand und Prüfkosten.
Wir haben ISO 27001. Reicht das?
Nein, aber es hilft. Die ISO 27001 verlangt ein Managementsystem und lässt Ihnen bei der Auswahl der Maßnahmen Spielraum. PCI DSS schreibt konkrete technische Anforderungen vor, die erfüllt sein müssen — unabhängig von Ihrer Risikobewertung. Übertragbar sind Governance, Richtlinienstruktur und Nachweisführung, nicht aber die technischen Einzelanforderungen.
Wie oft müssen wir den Nachweis erbringen?
In der Regel jährlich, ergänzt um unterjährige Pflichten wie regelmäßige Schwachstellenscans und Penetrationstests nach wesentlichen Änderungen. PCI DSS ist damit kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Zustand mit festem Kalender — genau deshalb übernehmen wir die laufende Nachweisführung auf Wunsch mit.
Immer noch unsicher?

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