Branchenstandard der Automobilindustrie

TISAX: Ohne Label
kein Automotive-Geschäft

TISAX ist kein Gesetz — und trotzdem für Zulieferer verbindlicher als manche Verordnung. Ohne gültiges Label vergeben OEMs und große Zulieferer schlicht keine Aufträge. Wir bringen Sie durch das Assessment.

30 Minuten · kostenlos · kein Verkaufsdruck · Sie bekommen danach eine schriftliche Einschätzung

Gilt das für uns?

Die Anforderung kommt
vom Kunden, nicht vom Gesetzgeber

Deshalb ist sie auch nicht verhandelbar: Kein Label, kein Auftrag. Und die Frist setzt der Kunde, nicht eine Behörde.

Betrifft Sie sehr wahrscheinlich

  • Sie beliefern OEMs oder große Zulieferer und erhalten dabei Zugang zu deren Informationen
  • Sie arbeiten mit Entwicklungsdaten, Konstruktionsunterlagen oder Prototypen
  • Ihr Kunde hat den Nachweis in Aussicht gestellt oder bereits vertraglich verankert
  • Sie wollen sich als Zulieferer neu positionieren und rechnen mit der Anforderung

Betrifft Sie eher nicht

  • Sie haben keine Kunden in der Automobilindustrie und planen keine
  • Ihre Leistung berührt keine schutzbedürftigen Informationen Ihres Automotive-Kunden
  • Aber: Die Anforderung wird häufig kurzfristig gestellt — mit Fristen, die keine geordnete Vorbereitung mehr zulassen

Der Fehler, der am meisten kostet: zu früh das falsche Assessment-Level zu wählen. Der Prüfumfang richtet sich nach dem Schutzbedarf der Informationen, die Sie tatsächlich verarbeiten — und danach, welche Module Ihr Kunde verlangt. Wer zu hoch ansetzt, zahlt für Prüftiefe, die niemand gefordert hat. Wer zu niedrig ansetzt, muss nachbessern und verliert Monate. Diese Festlegung steht deshalb ganz am Anfang.

Was gefordert wird

VDA ISA — vertraut,
wenn Sie ISO 27001 kennen

Der Kriterienkatalog orientiert sich stark an der ISO 27001, ergänzt sie aber um Themen, die für die Automobilindustrie besonders sind.

1
Geltungsbereich und Standorte

Welche Standorte und Prozesse werden geprüft? TISAX-Labels sind standortbezogen — ein zu weit gefasster Scope treibt Aufwand und Kosten unnötig hoch.

2
Assessment-Level bestimmen

Der Prüfumfang richtet sich nach dem Schutzbedarf. Höhere Level bedeuten Vor-Ort-Prüfung statt reiner Plausibilisierung — und deutlich mehr Vorbereitung.

3
Informationssicherheit nach VDA ISA

Der Kernkatalog: Richtlinien, Risikomanagement, Zugriffskontrolle, physische Sicherheit, Lieferanten, Vorfallsbehandlung, Betriebssicherheit.

4
Prototypenschutz

Ein eigenes Modul mit sehr konkreten Anforderungen an Gebäude, Zutritt, Fahrzeugerprobung und Fotografieverbote. Nur relevant, wenn Sie tatsächlich mit Prototypen arbeiten.

5
Datenschutz-Modul

Wird verlangt, wenn Sie personenbezogene Daten im Auftrag verarbeiten. Baut auf den Anforderungen der DSGVO auf, insbesondere zur Auftragsverarbeitung.

6
Reifegradbewertung

Der VDA ISA bewertet nicht nur, ob etwas existiert, sondern wie ausgereift es ist. Für die meisten Kunden gilt ein Zielreifegrad, der gelebte Prozesse voraussetzt.

Was auf dem Spiel steht

Kein Label,
kein Auftrag

🚫
 
Ausschluss als Lieferant

OEMs und große Zulieferer machen das Label zur Voraussetzung. Ohne gültigen Nachweis werden Sie in der Lieferantenbewertung schlicht nicht mehr berücksichtigt.

 
Zu kurze Fristen

Die Anforderung kommt oft mit wenigen Monaten Vorlauf. Eine solide Vorbereitung braucht typischerweise vier bis sechs Monate — die Differenz wird teuer bezahlt.

🔁
 
Nachbesserung nach dem Assessment

Werden Abweichungen festgestellt, folgt eine Nachbesserungsphase mit erneuter Prüfung. Das kostet zusätzliche Zeit und zusätzliches Prüfhonorar.

So gehen wir vor

Vom Scoping
zum Label

Die entscheidenden Weichen werden vor dem Assessment gestellt. Danach lässt sich der Aufwand kaum noch beeinflussen.

Woche 1–2
Scope und Level festlegen

Welche Standorte, welche Module, welches Assessment-Level? Die wichtigste Entscheidung im gesamten Projekt — sie bestimmt Aufwand, Dauer und Prüfkosten.

Woche 2–4
Selbstauskunft und Gap-Analyse

Wir füllen den VDA-ISA-Katalog realistisch aus und ermitteln die Lücke zum geforderten Reifegrad. Ergebnis ist ein priorisierter Maßnahmenplan.

Monat 1–3
Managementsystem aufbauen

Richtlinien, Risikomanagement, Zugriffskonzepte, Lieferantensteuerung. Wo bereits ein ISMS existiert, verkürzt sich dieser Schritt erheblich.

Monat 3–4
Reifegrade heben

Aus dokumentierten Regeln müssen gelebte Prozesse werden — mit Nachweisen. Genau darauf schaut der Prüfer, nicht auf die Existenz von Dokumenten.

Monat 4–6
Assessment

Vorbereitung der Unterlagen, Begleitung während der Prüfung, Bearbeitung etwaiger Abweichungen bis zur Vergabe des Labels.

Danach
Label halten

Das Label gilt drei Jahre. Wer die Prozesse zwischenzeitlich pflegt, geht beim nächsten Assessment deutlich entspannter hinein.

Das bekommen Sie

Am Ende liegt etwas
auf dem Tisch — nicht nur ein Gefühl

Am Ende steht das Label — davor eine Reihe von Unterlagen, die Sie ohnehin brauchen.

Scope- und Level-FestlegungStandorte, Module und Assessment-Level, begründet und mit dem Kunden abgestimmt
VDA-ISA-SelbstauskunftVollständig ausgefüllt, realistisch bewertet, mit Nachweisen hinterlegt
Gap-ReportAbstand zum geforderten Reifegrad, priorisiert nach Aufwand und Prüfrelevanz
RichtlinienwerkInformationssicherheitsleitlinie und Einzelrichtlinien nach VDA-ISA-Struktur
RisikoregisterBewertete und behandelte Risiken mit nachvollziehbarer Methodik
Prototypenschutz-KonzeptFalls das Modul verlangt wird: Zutritt, Gebäude, Erprobung, Fotografie
NachweissammlungSchulungen, Rechteprüfungen, Lieferantenbewertungen — geordnet für den Prüfer
Assessment-BegleitungVorbereitung, Teilnahme und Bearbeitung von Abweichungen bis zum Label
Was wir geleistet haben

Erfahrung, die sich
nachrechnen lässt

XXUnternehmen zum TISAX-Label begleitet
X Monateim Schnitt von der Scope-Festlegung bis zum Label
XX %davon ohne zusätzliche Nachbesserungsrunde
  • Scope und Assessment-Level so festgelegt, dass der Prüfaufwand zum tatsächlichen Bedarf passt
  • VDA-ISA-Selbstauskünfte erstellt, die im Assessment Bestand haben statt geschönt zu sein
  • Bestehende ISO-27001-Systeme für TISAX nachgenutzt statt parallel neu aufgebaut
  • Reifegrade gezielt dort gehoben, wo der Prüfer tatsächlich hinschaut
  • Assessments begleitet und Abweichungen gemeinsam abgearbeitet

Platzhalter: Die drei Kennzahlen oben sind noch nicht belegt. Vor dem Livegang durch echte Werte ersetzen — oder den Zahlenblock entfernen und nur die Liste stehen lassen. Markierung entfernen: class="todo" im Quelltext löschen.

FAQ

Häufige Fragen zu TISAX

Wie lange dauert die Vorbereitung auf TISAX?
Typischerweise vier bis sechs Monate von der Scope-Festlegung bis zum Label. Existiert bereits ein ISO-27001-konformes Managementsystem, kann es deutlich schneller gehen. Kritisch ist weniger die Dokumentation als der geforderte Reifegrad: Prozesse müssen nachweislich gelebt werden, und das braucht eine gewisse Laufzeit.
Was kostet ein TISAX-Label?
Zwei getrennte Kostenblöcke: die Vorbereitung und das Assessment selbst. Das Prüfhonorar geht direkt an den akkreditierten Prüfdienstleister und richtet sich nach Assessment-Level, Standortzahl und Modulen. Unsere Vorbereitung rechnen wir als planbare monatliche Pauschale ab. Beides hängt maßgeblich vom Scope ab — deshalb steht dessen Festlegung am Anfang.
Welches Assessment-Level brauchen wir?
Das richtet sich nach dem Schutzbedarf der Informationen, die Sie verarbeiten, und nach der konkreten Anforderung Ihres Kunden. Höhere Level bedeuten eine Prüfung vor Ort statt einer reinen Plausibilisierung. Klären Sie das mit dem Kunden, bevor Sie einen Prüfdienstleister beauftragen — eine nachträgliche Änderung ist teuer.
Wir haben ISO 27001. Bekommen wir TISAX automatisch?
Nein, aber Sie haben einen erheblichen Vorsprung. Der VDA ISA orientiert sich stark an der ISO 27001, sodass ein Großteil der Anforderungen bereits abgedeckt ist. Zusätzlich abzudecken sind die automotive-spezifischen Themen, insbesondere Prototypenschutz, sowie die Reifegradbewertung, die über die reine Existenz von Maßnahmen hinausgeht.
Können wir das Label mit anderen Unternehmen teilen?
Das Label wird über die ENX-Plattform verwaltet, und Sie entscheiden, welchen Partnern Sie das Ergebnis freigeben. Es ist an Ihr Unternehmen und die geprüften Standorte gebunden — eine Weitergabe an Konzerntöchter oder Unterauftragnehmer, die nicht im Scope waren, ist nicht möglich.
Was passiert, wenn wir das Assessment nicht bestehen?
Ein vollständiges Durchfallen ist selten. Üblicher sind festgestellte Abweichungen, die in einer Nachbesserungsphase behoben und erneut geprüft werden. Das kostet Zeit und zusätzliches Honorar — beides lässt sich vermeiden, indem man vorher realistisch bewertet statt optimistisch. Genau dafür machen wir die Gap-Analyse.
Immer noch unsicher?

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Klären wir Scope und Level,
bevor es teuer wird

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